Der Trend geht zur Zweitwerkstatt

Der Schwertkasten ist so schmal, dass man ihn später nicht mehr von innen lackieren kann. Nie wieder! Das muss also vor dem Zusammenbau passieren, kein Problem. Vorher passe ich aber noch das Design meinen Wünschen an:

Zur Versteifung des Schwerkastens und als spätere Auflage für die Planken haben die Seitenteile oben und unten ein Kantholz. Die Leisten sind schön schlank; das Boot soll schließlich leicht werden. Allerdings sieht die Konstruktion keine Gummilippe unterm Schwertkasten vor, so dass Wasser immer am Schwert vorbei ins Boot spritzen kann. Das will ich nicht. Aber ich will so eine Gummilippe auch nicht nachträglich auf den Rumpf schrauben, denn dann steht sie ja vor. Nein, die soll schön ordentlich versenkt werden. Allerdings heißt das, dass ich links und rechts vom Schwertkasten eine Nut in den Rumpf fräsen muss, die die Gummilippe aufnehmen kann. Dann bleibt aber nicht mehr genug von der Planke übrig, um sicher und stabil auf dem Kantholz darunter aufzuliegen. Mein unteres Kantholz soll also einen größeren Querschnitt haben, so dass die Auflagefläche immer noch reicht, wenn ich die Nuten für die Gummilippe fräse. Da ich diese Überlegungen erst angestellt habe, nachdem die Kanthölzer planmäßig angeklebt waren, klebe ich zusätzliche Leisten an um den Querschnitt zu vergrößern.

Damit ich voran komme, baue ich die Seitenteile des Schwertkastens im Laufe der Woche zu Hause. Um nicht anschleifen zu müssen, will ich nass in nass lackieren. Dazu muss ich da jeden Tag dran, für das bisschen Arbeit ist aber die Fahrt in die Halle zu weit. Und wenn ich nass in nass arbeite, muss ich ja nicht anschleifen, mache also zu Hause keine totale Sauerei. Während ich die Kanthölzer an die Seitenteile klebe läuft auch noch alles nach Plan, wobei es schwieriger ist, die bündig abschließen zu lassen als ich dachte. Das Ergebnis ist Epoxy unter der Schraubzwinge, was ich zu spät bemerke. Denn als ich sie wieder lösen will, bricht mir prompt ein gutes Stück Holz mit raus und die glatte Oberfläche des Schwertkastens ist dahin. Füller zum spachteln habe ich nicht da, ich wollte zu Hause schließlich nur lackieren. Ein Ausflug zu Obi beschert mir Autospachtel und ich mache die Löcher damit zu. Dass der weiß ist, stört mich nicht, denn es sieht niemand später wie mein Schwertkasten von innen aussieht. Aber es heißt natürlich, dass ich nun doch schleifen muss, was auf dem Balkon eine mittelschwere Sauerei ist. Letzten Endes erreiche ich aber mein Wochenziel und habe die Seitenteile fertig.

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