Zuschnitt

Zwischen Warten auf die Post und den vorläufigen Kopien geht es dennoch langsam mit dem Zuschnitt los. Das Holzgitter erweist sich als prima Unterlage, denn die Sperrholzplatten lassen sich darauf prima an vielen Stellen festzwingen und ich kann innerhalb des Gitters sägen. Wenn die Platten am Anfang noch sehr groß sind, beschwere ich sie in der Mitte mit Autobatterien. Dadurch schwingt die Platte dann wirklich kaum noch. Die Formen der Bauteile übertrage ich, indem ich sie mit einem gezackten Kopierrädchen aus dem Nähkästchen durch das Papier durchpause. Damit bekomme ich auch die engen Rundungen gut hin. Allerdings muss ich die Linien dann noch mit Bleistift nachziehen, damit ich die Linie unter der Stichsäge noch sehen kann.

Als Sägeblatt eignen sich die schmalen Glattschnittblätter gut, die die Rundungen sauber schneiden und mit etwas Übung werden auch die Linien entlang der Aussparungen in den Spanten gerade. Gerade Außenkanten wir dann aber doch mit der Handkreissäge. Allerdings sind weniger Kanten gerade als es auf den ersten Blick aussieht. Viele Kanten der Spanten, zum Beispiel, haben einen ganz leichten Schwung und müssen mit der Stichsäge gesägt werden.

Letzte Unebenheiten schleife ich von Hand mit 120er Papier weg, wobei ich bei den Aussparungen der Spanten nur größere Versprünge glätte. Ob das glatt ist oder nicht sieht später niemand, es muss sich nur gut versiegeln lassen. Was aber genau passen muss, sind die Aussparungen, in die die Stringer eingesetzt werden. Da hilft die Viereck-Feile, die praktischerweise 12 mm Kantenlänge hat, genau wie die Stringer. Weil sie angezeichnet sind, bohre ich auch die Löcher in der Mittelrippe, durch die später die Kabelbinder beim Vernähen gezogen werden sollen. Später zeigt sich allerdings, dass ich mir das hätte sparen können. Denn die Löcher muss ich beim Vernähen neu bohren, damit sie genau zu den Löchern in den Planken passen.

Dann rühre ich das erste Mal Epoxy an und klebe die Verstärkung auf den Spiegel. Metallgewichte drücken beide Teile flächig aufeinander und ich wische die Stringeraussparungen mit einem Lappen so gut es geht sauber. Trotzdem muss ich da hinterher mit Stecheisen und Schleifpapier nacharbeiten, damit die Stringer wirklich reinpassen. In dem Zuge schleife ich gleich den gesamten Spiegel von innen dort an wo Epoxy herausgequollen ist. Das geht schließlich viel besser solange er noch flach auf der Arbeitsplatte liegt, statt später, wenn er senkrecht auf der Helling steht.

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