Frühling, wo bist Du?!?

Kaum hatte ich mich beim Hohlkehlenziehen warm gelaufen, wurde es auch schon wieder zu kalt für Epoxy. Obwohl es also schon April ist, mache ich darum mit meinem Winterprojekt, den Foils, weiter. Die geleimten Bohlen müssen dafür profiliert werden und nach einem Tipp aus einem anderen Blog stand fest, dass ich es mit einer Oberfräse versuchen will, die ich auf einem Schlitten gerade über die Bohle führen kann. Da H. –  wie schon bei der Helling – der festen Überzeugung ist, dass so eine Schlittenkonstruktion krumm und schief wird wenn man sie aus Holz baut, musste zwingend ein Metallbau her. Während er tüftelte und schweißte, kümmerte ich mich um die Frage, wie ich denn das Profil vom Papier gut auf die Bohle übertragen bekomme. Klar, eine Kopie des Plans war schnell gemacht und das Profil damit auf die Stirnseite der Bohle zu übertragen wäre ein Kinderspiel. Aber dann hätte ich den Fräser per Augenpeilung auf die richtige Höhe einstellen müssen, was selbst mir dann doch zu ungenau erschien. Stattdessen habe ich also die Profilform auf ein Stück 10 mm Sperrholz übertragen und es mit der großen Schleifmaschine in Form geschliffen. Diese Form wurde dann auf die Stirnseite der Bohle geschraubt und beschert mir einen feinen Anschlag für den Fräskopf.

Bevor es dann losgehen konnte, habe ich das Schlittengerüst und die Bohle in waage ausgerichtet und gründlich fixiert. Dieser Satz klingt recht banal, es hat aber eines halben Tags hantieren mit Wasserwaaage und Schieblehre bedurft, bis die Bohle so lag, dass ihre Mittellinie überall den gleichen Abstand zum Schlitten hatte. Ich habe die Mittellinie zum Ausrichten genommen, weil beide Oberflächen ja nach dem Leimen etwas uneben waren, was ja dann später weggefräst wird.

Und dann ging es los, Fräser auf den Schlitten setzen, Frästiefe einstellen und Schicht für Schicht das Schwertprofil aus dem Holz herausarbeiten. Der Trick mit dem vorgesetzten Profil, auf das ich den Fräser aufsetzen kann hat super funktioniert und das Schwierigste an der Arbeit war tatsächlich überhaupt zu verstehen, wie die Fräse funktioniert. Wie rum dreht sich der Kopf? Wo nimmt er dann das Holz ab? In welche Richtung arbeite ich also am besten? Und wie stelle ich die Höhe des Fräsers ein??

Nachdem ich den Bogen raus hatte, musste ich nur noch konzentriert arbeiten. Denn natürlich ist die Stahlbauweise nicht die Lösung für alle Schiefen-Probleme. Wenn man etwas drückt, biegt sich der Schlitten nämlich durch und Schwups hat man unterschiedlich tief gefräst.

Aber irgendwann war die erste Seite dann soweit profiliert, dass bis zur Mittellinie nur noch dünne Stege rechts und links dran waren. Ich habe die Gelegenheit, dass das Schwert durch die seitlichen Auflagen noch stabil und gerade liegt, genutzt um den Mittelteil schonmal zu schleifen. Oh wei ist Esche hart! Das Profil wirklich glatt zu schleifen wird noch einige Zeit dauern.

Aber erstmal ist die zweite Seite dran.

 

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