Passend machen

Wenn man dem Bauplan komplett folgt, baut man auch einen Holzmast, der dann genau in die Mastaufnahmen passt, die im Plan auf dem Deck vorgesehen sind. Da ich aber keine Lust habe, einen Holzmast zu bauen, sondern gerne einen fertigen Mast nutzen möchte stellte sich also schon beim Zuschnitt des Decksaufbaus die Frage, wie dieser Mast denn aussieht und was für ein Profil er denn hat. Von den Maßen her, müsste ein 420er Mast gut passen, gebraucht gibt es die aber schon seit über einem Jahr nicht zu kaufen. Um dieses Frühjahr dann aber endlich mal den Zuschnitt abschließen zu können, habe ich die Maße des typischen 420er Mastprofils von Seldén genommen. Allerdings ist der oval und nicht rund, wie das Original im Plan. Damit die Mastaufnahme aber dennoch den gleichen Umfang um den Mast behält, habe ich also ein schönes Oval konstruiert und den Decksaufbau entsprechend angepasst.

Nur das Loch für den Mast habe ich letzten Endes doch noch nicht geschnitten, wer weiß denn, wie mein Mast am Ende wirklich aussieht. Die dreifache Verstärkung der Mastaufnahme habe ich dennoch schon in Form gebracht, denn viel größer wird der Mast sicher nicht.

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Mast- und Schotblock

Bevor ich den Deckel drauf machen kann, müssen noch ein paar Einbauten ins Boot: Ein harter Klotz in den ich später den Schotblock schrauben kann und Stützen unter die Mastpositionen, damit er nicht durchs Deck drückt.

Um die Maststützen wirklich senkrecht einzupassen, richte ich erstmal das Boot in waage auf den Pratzen aus. Da sie einzeln höhenverstellbar sind, geht das ganz gut.

Die entsprechenden Profile säge und hoble ich aus Eschenresten und passe die Maststützen unten an die Form des Rumpfes an. Da ich dort bereits schon eine Hohlkehle gezogen habe, ist es nicht mit einem einfachen Winkel getan. Aber nach ein bisschen hin und her zwischen Bandschleifmaschine und Boot passen alle vier Teile. Den Block auf dem später der Schotblock sitzen soll, schneide ich auch aus Esche zu.

Beim Anpassen der Maststützen fällt mir auf, dass ich da später mit dem Pinsel nicht mehr zwischen kommen werde und somit die Innenseite unversiegelt bleiben würde, wenn ich die Stützen einfach roh ankleben würde. Also überziehe ich die Innenseiten schnell noch mit 3 Lagen Epoxy und lackiere dabei auch gleich die Kanten der Mittelrippe an den entsprechenden Stellen mit. Dabei frische ich altes Wissen ganz praktisch wieder auf. Denn ich habe vergessen, das Klebeband, das ich zum Schutz um die Kanten geklebt hatte, rechtzeitig wieder abzuziehen. Und besonders unten in der Hohlkehle ist es super festgeklebt und ziemlich blöd wieder rauszufriemeln.

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